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Landespolitik in der Pflicht

13.08.2019

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Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern brauchen schnell praktikable Alternativen für die Schweineschlachtung im Land

Mit Blick auf die Debatte zu Initiativen, die die Errichtung eines neuen Regionalschlachthofes für Schweine in Mecklenburg-Vorpommern planen, stellt Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, klar:
„Bislang gibt es nur die Idee, aber keine Akteure. Bis so ein neuer Schlachthof seinen Betrieb aufnehmen kann, gehen Jahre ins Land. Deshalb sollten zeitnah alle Beteiligten an einen Tisch, um für Schweinehalter und -züchter, ggf. auch Fleischer, kurzfristig praktikable Lösungen zu finden“, so die feste Überzeugung von Kurreck.
Der Konzern Danish Crown hat die Einstellung der Schweineschlachtung im Schlachthof Teterow für Ende August angekündigt. Völlig unvermittelt stehen Schweinehalter – Züchter, Mäster und auch Fleischereien – im Land vor schweren wirtschaftlichen Problemen. Die Bauern müssen ihre Schweine jetzt in weit entfernte Schlachthöfe fahren lassen. Das verursacht höhere Transportkosten, die von den Schweinehaltern getragen werden müssen. Regionale Schlachthöfe sind die Basis für kurze Transportwege und glaubwürdig regional erzeugte Lebensmittel, deren Herkunft für den Verbraucher nachvollziehbar ist. Mit der Einstellung der Schweineschlachtung in Teterow wird diese regionale Wertschöpfungskette zerstört. „Das starke und zeitnahe Engagement der Landespolitik ist bei einer regionalen Schweineschlachtung gefordert, auch um regionale Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum zu sichern“, so das Fazit des Bauernpräsidenten. Seit Jahren sind die Tierbestände in Mecklenburg-Vorpommern rückläufig. Es ist nicht auszuschließen, dass sich diese Entwicklung beschleunigt.

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