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13. Sattelschweinzüchtertreffen in Ruhlsdorf

13.06.2018

Im Jahr 2006 fand sich zur ersten Mal ein kleiner Kreis von Sattelschweinzüchtern in der Leistungsprüfstation in Ruhlsdorf zusammen, damals alle noch aus dem Land Brandenburg, um sich über den Stand von Zucht und Haltung auszutauschen. An historischer Stätte, hier in Ruhlsdorf, trafen sich am 25.5. 2018 die Mitglieder des HSZV N/O die sich der Haltung von Sattelschweinen verschrieben haben zu ihrer nunmehr 13. Zusammenkunft. Inzwischen gibt es Mitglieder aus 10 Bundesländern. Die Zahl eingetragener HB-Tiere ist um das Sechsfache gestiegen. Weitere Informationen zum derzeitigen Stand der Sattelschweinzucht beim HSZV lesen Sie hier Sattelschweinzucht beim HSZV.

Rainer Stahmer berichtete über die Arbeit des Fördervereins Angler Sattelschweine in Schleswig-Holstein. Dort werden 80 HB-Sauen und 25 HB-Eber gehalten.

Frau Schuster, GF des HSZV N/O, informierte über Bemühungen eine Kryokonserve aus Sperma von Sattelschweinebern anzulegen. Zur Afrikanischen Schweinepest wurde die Verordnung um einen Passus erweitert, der es den Veterinärämtern ggf. ermöglicht, Erhaltungszuchten in der Pufferzone von Keulungen auszuschließen. Dies ist aber nur möglich, wenn sich die Betriebe vorher bei den Veterinärbehörden gemeldet haben und die geforderten Hygienebedingungen erfüllen können. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings immer beim Veterinäramt. Kryokonservierung und ASP

Müller vom LFULE in Sachsen sprach zur Problematik der Inzuchtvermeidung und stellte mit dem ZWISSS-Programm Möglichkeiten der Ermittlung des Inzuchtkoeffizienten bei simulierten Anpaarungen vor.

Frau Dohlsdorf vom LVAT Ruhlsdorf berichtete über ihre Erfahrungen mit selbstgemischten Futterrationen aus hofeigenen Produkten. Erfahrungen in der Biofütterung mit selbstgemischten Rationen

Kulinarisch versorgt wurden wir von der Fleischerei Balk aus Rangsdorf die mit belegten Brötchen und einer deftigen Gulaschsuppe den Hunger der angereisten Gäste stillte.

Am Nachmittag führte Dr. Paulke, Leiter der Brandenburger Leistungsprüfanstalt, im Schlachthaus eine Zerlegung von Schweinehälften vor. Er erklärte die Verfahren zur Messung u.a. des Magerfleischanteils und der Fleischfläche und wies auf Marmorierung, Safthaltevermögen und Fettauflage als Qualitätsmerkmale hin.

Anschließend gab es Kaffee und Kuchen bevor sich die Besucher auf machten um den nach Biorichtlinien errichteten Versuchsstall zu besichtigen. Hier erfolgte auch der im Vormittag beschriebene Fütterungsversuch mit hofeigenen Mischungen. Die Schweine werden im Stall mit Auslauf und einer an das Nürtinger System angelehnte Stalleinrichtung gehalten. Es kam unter den Besuchern zu angeregtem Erfahrungsaustausch sowohl über die Haltung der Tiere als auch über die Fütterung.
Der eine oder anderen hat bestimmt neue Anregungen für seine Tierhaltung mit nach Hause genommen.
Abschließend bestand noch die Möglichkeit dem Ruhlsdorfer Schweinemuseum, in den die Historie und Entwicklung der Schweinezucht und -haltung sehr anschaulich dargestellt ist, einen Besuch abzustatten.

Insgesamt war es wieder eine gut besuchte, anregende und sehr gelungene Veranstaltung.
Wir bedanken uns beim LVAT Ruhlsdorf für die gute Organisation und Unterstützung.


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