LEISTUNGSPRÜFUNG

SLP Jürgenstorf | In den Zuchtbetrieben | Feldtest / Nachkommenprüfung

SLP Jürgenstorf

Die Prüfung in der SLP Jürgenstorf bildet das Fundament unseres Zuchtfortschrittes. Hier herrschen beste Bedingungen für eine praxisnahe, einheitliche Prüfung der HSZV Zucht. Durch strengste hygienische Maßnahmen wird der hohe Gesundheitsstatus der Prüfstation aufrechterhalten.

Die Prüftiere (i.d.R. 2 Eber/2 Kastrate) werden direkt nach dem Absetzen in die SLP geliefert. Es werden nur Tiere aus gesundheitlich einwandfreien Betrieben eingestallt. Welche Tiere  dafür in Frage kommen bestimmt der Zuchtverband mit Hilfe seines Zuchtwertinformationssystem Schwein (ZWISSS) bereits vor der Bedeckung der Sau. So wird gewährleistet, dass nur die züchterisch wertvollsten und besten Remontetiere den Weg in die Prüfung finden.

Zum Ende der Aufzuchtphase werden die Tiere abermals einem Gesundheitscheck unterzogen und können in das Prüfabteil umgestallt. Hier werden die Tiere praxisgerecht in Gruppen (ca. 12 Tiere) auf Spaltenböden gehalten. Jeden Eber kann hier über die transpondergestützte Fütterung der jeweilige Futteraufwand und die Futterverwertung zugeordnet werden.

Zum Ende der Aufzucht erfolgt die Eigenleistungsprüfung. Die Tiere werden gewogen, die Speck- und Muskelmaße mittels PigLog 105 ermittelt. Eine anschließende strenge Bonitur der Parameter Typ, Rahmen, Kopf, Fundament, Bemuskelung und des Gesäuges entscheidet über die spätere Verwendung des Ebers. Die erhobenen Daten fließen ins Herdbuch und werden in Zuchtwerte umgerechnet. Nur die besten Tiere werden in den Körungen vorgestellt. Hier werden nochmals 95 % der Eber selektiert. Die allerbesten Tiere werden züchterisch aktiv- sei es im HSZV oder überregional.

In den Zuchtbetrieben

In den Mitgliedsbetrieben des HSZV werden nur die besten Sauen mit Zuchtsperma belegt. Daraus resultieren Remontetiere, die zu hohen Leistungen veranlagt sind. Eine erste Selektion seitens der Zuchtbetriebe wird bereits im Aufzuchtbereich vorgenommen. Zur Eigenleistungsprüfung am Ende der Aufzucht (ca. 180. LT) werden die Zuchtläufer vom Beraterteam des HSZV mittels PigLog- Gerät getestet. Die Merkmale Speckmaß, Muskelmaß und Magerfleischanteil werden dokumentiert und in den Sauenplaner übernommen. Ebenso wird eine strenge Bonitur des Exterieurs vorgenommen. Größten Wert wird dabei auf eine gut angelegte Gesäugeleiste mit mind. 7/7 funktionstüchtigen Zitzen, ein korrektes und stabiles Fundament, eine ausreichende Bemuskelung und ein dem Zuchtziel entsprechenden Typ und Rahmen gelegt. Durch den Export der Sauenplanerdaten ins Herdbuch wird zeitnah jedem Tier ein Zuchtwert zugeordnet, der als weiteres Selektionskriterium zur Verfügung steht.

Bereits zur Belegung der jeweiligen Zuchtsau kann der HSZV- Mitgliedsbetrieb über die ZWISSS- Anpaarungsplanung den jeweils günstigsten Eber auswählen. Somit können die Zuchtwerte der nächsten Generation bereits vor der Verpaarung der Elterntiere geschätzt werden.

Feldtest / Nachkommenprüfung

Die Endstufeneber der BVN Schweinebesamung Malchin werden einem Feldtest bzw. einer Nachkommenprüfung unterzogen. In der SLP Jürgenstorf wird unter praxisüblichen Bedingungen (Gruppenhaltung auf Spaltenboden mit 2-phasiger praxisüblicher Fütterung) die Mast bis zur Schlachtung vorgenommen. Die Ergebnisse aus Mast- und Schlachtleistung helfen den Betrieben für ihre Sauen den richtigen Endstufeneber zu finden.


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